Wissenschaft

"Mediative Forschung sucht nach Wissen, das Nutzen für alle bringt. Diese kann eine Reformation der Gedanken auslösen, in dem sie Kompetenzen bündelt, um Sicherheit und Vertrauen zu vereinbaren." ReformationderGedankenHP

Eine systematische Erforschung, Sammlung und Aufbereitung von WISSEN, das Nutzen für alle fördern kann, ist die Voraussetzung dafür, dass fundierte Entscheidungen in Alltag und Krisen überhaupt erst möglich werden. Die Karikatur 'Die Reformation der Gedanken' des evangelischen Pfarrers Siegfried Kolck-Thudt gibt einen Ausgangspunkt zur Überlegung aus dem Unglück Martins, zwei Fehler gemacht zu haben, einen Lernprozess zu initiieren. Dazu braucht es mediatives Wissen - zur Entstehungsgeschichte, über Logiken und Rahmenbedingungen, was die Fehler verursacht hat, aber auch, dass nur zwei Fehler bei der Übersetzung eines so umfassenden Werkes, wie der Bibel, eine zukunftsweisende Leistung war. Daher ist es vielmehr die Aufgabe wissenschaftlich fundierter Mediation, die Regeln des 'Scheiterns' zu untersuchen, als auf Suche nach Fehlern an sich zu gehen. Auch Martin Luther selbst änderte seine Einstellung diesbezüglich. Aus dem sich selbst vermehrt schuldzuweisenden Mönch, der dadurch die Gunst Gottes zu erringen hoffte, wurde jemand, der die Freude über die Zuwendung von Gott in den Mittelpunkt stellte, so meint zumindest der evangelische Pfarrer Wieland Curdt aus Baden.

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Mediation steht vor unterschiedlichen Herausforderungen. Die vorrangig informelle Herangehensweise ist oft vertraulich und selten für die Öffentlichkeit zugänglich. Es kann auch sein, dass Maßnahmen, die vordergründig so ausschauen, als wären sie gelungen, langfristig problematisch sind. In der Regel wird das dann eintreten, wenn sie die Gründe, die Konflikte herbeigeführt haben, nicht beheben, sondern nur die oberflächlichen Symptome beseitigen. Hinzu kommt Komplexität und Interdisziplinarität mediativen Handelns, das den verständlichen Zugang zu relevanten Informationen zusätzlich erschwert. Selbst die Einordnung und Begriffsklärung von Mediation in unterschiedlichen Wissensdisziplinen kann zur Verwirrung beitragen. Dennoch sind für mediative Zwecke zugängliche Dokumente, Belege und Quellen unverzichtbar. Daher setzt sich Hauska Mediation für dokumentierte Beispiele ein, die - mit Zustimmung von unmittelbar Beteiligten - jene konkreten Informationen zur Verfügung stellt, die umfangreiche Lernerfahrungen brauchen. Seit dem Jahr 2017 wird dabei - auf Anregung von Herbert Oth - vermehrt der Bezug zur Vereinbarkeit von Sicherheit und Vertrauen in den Vordergrund gestellt.  

Facheinschlägige Publikationen aus dem Umfeld von Hauska Mediation sind:

Die Monographien umfassen einerseits die Darstellung von Leben und Wirken von mediativ handelnden Menschen und bzw. oder MediatorInnen. Andererseits stellt sie darin die Kernergebnisse diverser Forschungsprojekte dar (z.B. mit dem Soziologieprofessor Anselm Eder der Universität Wien oder der Niederösterreichischen Landesakademie).

Die Buchbeiträge spannen den Bogen von Evaluierung von Konflikten, Zivilgesellschaften in Konflikt und Konfliktmanagement im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Gesundheit. 

Am umfangreichsten ist ihre Sammlung an Aufsätzen in unterschiedlichsten Fachzeitschriften und Populärwissenschaftliches.

Auch Online spiegelt sich die Expertise von Elvira Hauska wieder. Neben der eigenen Homepage betrieb sie selbst ein zweites Portal inCoop. Regelmäßige Blogs und Newsletterbeiträge in unterschiedlichen Medien runden das Informationsangebot ab.

Fallweise präsentierte Hauska Mediation Poster - vorwiegend auf wissenschaftlichen Konferenzen.