News

Das News-Service von Hauska KonfliktManagement liefert Kurzmeldungen rund um mediative Konfliktregelung aus unterschiedlichen Bereichen. Es startete im August 2016. Zusätzliche Informationen über Aktivitäten von Hauska Konfliktmanagement gibt es auf der Plattform, medienbezogen auf der Toolbox, themenspezifisch unter Konfliktmanagement bzw. nach Publikationsart sortiert unter Wissenschaft. Neue Aktivitäten finden sich unter Aktuelles.

August 2016

Wirtschaft: Falsche Produkte, Lieferung zu spät oder das Versäumnis, erforderliche Genehmigungen einzuholen. Laut dem Pressesprecher der Industrie- und Handelskammer in Villingen-Schwenningen haben Betriebe großes Interesse, dass Streitigkeiten nicht vor Gericht kommen und sind an einer einvernehmlichen Lösung interessiert. In Zukunft werden solche Beschwerden in der Region an eine Mediationsstelle weitergeleitet. (Link zum Artikel vom 16.8.)

Wirtschaft: Indien eignet sich ausgezeichnet für Online-Konfliktregelungen - ein großes Land mit vielen Streitereien, deren Streitsumme verhältnismäßig niedrig ist. Voraussetzung dafür ist die Technologie, aber auch seine Akzeptanz. (Link zum Artikel vom 13.8. in Englisch)

Bildung: 32 Seniorinnen und Senioren an zwölf Schulen stehen interessierten Schülern und Schülerinnen in Ostthüringen als Ansprechpersonen im Konfliktfall zur Seite. Sie bieten dabei Mediation, Streitschlichtung und Begleitung von Schülern mit Problemen. Die Seniorexperten werden speziell dafür ausgebildet. Die Initiatoren Bernd Himmerlich und Barbara Krause orten großen Bedarf an diesem Angebot - vor allem weil der Umgangston in Schulen oft sehr rau ist. Die Information zu diesem News stammt aus der Ostthüringer Zeitung (Link zur Zeitung) vom 12.8.2016., weiterführende Informationen zum Angebot und dem Verein 'Seniorpartner in School' gibt es hier.

Sicherheit: Anlässlich eines Unglücks beklagt der Kriminalexperte Darryl Davis falsche Trainingsmethoden bei der kanadischen Polizei. Rund 80 % der Ausbildungszeit widmet sich der Anwendung von Gewalt, Taktik oder dem Schusswaffen Training. Daher bleibt weniger als 20 % für Kommunikation, Deeskalation oder Mediation. Die Aufforderung von Davis: Polizisten sollten besser geschult werden, in Krisenfällen ihren Mund und nicht ihre Pistole zu nutzen (Link zum Artikel in Englisch vom 12.8.2016).

Wirtschaft: Der seit dem Jahr 2014 dauernde Konflikt zwischen Flugbegleiter und Mechaniker und der amerikanischen Airline United Continental Holdings ist beigelegt. Schwierigkeiten entstanden vor allem aufgrund eines Mergers. Nun erhoffen sich Firmenleitung und Kunden mehr Zuverlässigkeit und besseres Service (Link zum Artikel in Englisch vom 12.8.2016)

Wirtschaft: 70 % von rund 340 Konfliktfällen, bei denen die britischen ADR-Firma Acas unterstützte, lösten sie zur Zufriedenheit der Parteien. Nun wurde Acas von der Brasilianischen Regierung angefragt, um ihre Expertise auch bei den Olympischen Spielen einzubringen (Link zum Artikel vom 11.8.2016 bzw. Link zu Forschungsergebnissen von Acas alle Links in Englisch).  

Wirtschaft: Singapurs Kommunikationsministerium arbeitet ein neues Gesetz aus, mit dem Ziel, alternative Konfliktregelung in Konflikten mit Konsumenten zu stärken. Auch jetzt schon können sich Konsumenten mit ihren Beschwerden über Telekommunikationsleistungen an das Singapur Mediation Center wenden, wo sich rund 400 Mediatoren und Mediatorinnen auch jener Fälle annehmen. Von der neuen Vorgehensweise verspricht man sich mehr Transparenz und einen verbindlicheren Zugang - auch seitens der Telekommunikationsunternehmen - zur Mediation (Link zum Artikel vom 10.8.2016 - in Englisch - bzw. Link zum Singapur Mediation Center).

Gesundheit: Das College der Hebammen in New Zealand klagte das Gesundheitsministerium, weil die Bezahlung - der nahezu ausschließlich weiblichen - Hebammen zu gering ist. Nun akzeptiert das Gesundheitsministerium eine organisierte Mediation - die erste dieser Art. Der Chefjurist des MInisteriums Phil Knipe meint, dass Mediation sich besser dazu eignet, die Forderungen des Colleges zu verhandeln. College CEO Karen Guilliland hat das Recht, wieder mit dem Fall zu Gericht zu gehen, wenn es innerhalb von drei Monaten keine Ergebnisse gibt. Chef Mediatorin, Pele Walker, der neuseeländischen Human Right Commission unterstützt dabei (Link zum Artikel vom 10.8.2016 bzw. Link zu Pele Walker alle Links in Englisch)

Politik: Die deutsche Ex-Justizministerin Däubler-Gmelin fordert den ehemaligen Mediator des Stuttgarter S-21 Projekts auf, zu unerwarteten Kostensteigerungen Stellung zu nehmen - da diese aus ihrer Sicht aus einer 'missglückten Mediation' stammen (vgl. beispielsweise Link zum Artikel in der Südwestpresse vom 9.8.2016). Interdisziplinäre Forscher der Universtät Konstanz, die genau dieses Verfahren in dem Projekt „VisArgue“ drei Jahre lang untersuchten, einigten sich in ihrer Stellungnahme Anfang 2016 darauf, dass es eine gelungen Sache war (vgl. beispielsweise Link zum Artikel der Centrale für Mediation vom 22.2.2016).

Politik: Breite Beachtung in den Medien findet der Konflikt um die deutsche Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Baden-Württemberg . Unruhe stiftete vor allem der Umgang mit Antisemitismus in den eigenen Kreisen. Mediator Gernot Barth von der Berliner Akademie für Mediation, Soziales und Recht will die unterschiedlichen Gruppierungen in einer Weise unterstützen, bei der alle das Gesicht wahren können. Diese Information stammt aus unterschiedlichen deutschen Zeitungen und Wochenmagazinen. Z.B. Link zum Artikel in der Südwest Presse vom 5.8.2016 bzw. Link zum Kommentar im Spiegel online vom 8.8.2016).

Politik: Bürger von Donbass wenden sich an die europäische Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE), um mit Hilfe von Mediation Konflikte um Eigentumsverhältnisse zu klären. OSZE special representative der Ukraine, Martin Sajdik, erklärt sich einverstanden, eine spezielle Petition dieser Bürger an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heranzutragen. Entsprechend dem Vorsitzenden der OSZE Special Monitoring Mission in der Ukraine ist das Hauptproblem vor allem die Erlangung eines umfangreichen und nachhaltigen Waffenstillstandes (Link zum Artikel vom 3.8.2016 in Englisch)

Juli 2016

Wirtschaft: Kostengründe und Schadensminderung nennt das britische Who'sWhoLegal als wichtigste Treiber für eine wachsende Popularität von Mediation. Aus ihrer Sicht sind vor allem US, UK, Australien, New Zealand, Singapur und Hong Kong die führenden Länder in dem Bereich. Besonders Singapur hat in der letzten Zeit - seit der Einführung des International Mediation Center im Jahr 2014 - eine Zeit des Aufschwungs. Justizchef Sundaresh Menon setzt hier neue Maßstäbe, um Singapur als führendes Mediationsland zu etablieren (Link zum Artikel von Juli 2016 in Englisch),