Sicherheit

"Konflikte fördern Unsicherheit. Das ermöglicht einerseits notwendigen Wandel, stellt aber gleichzeitig Menschen vor die Herausforderung, trotz aller Veränderungen wieder Sicherheit zu gewinnen."

Sicherheit stammt von dem Wort 'securitas' ab, das soviel bedeutet, wie ohne Sorge - frei von Unwohlsein - zu sein. Bereits Cicero hat vor mehr als 2000 Jahren die folgende Aussage geprägt: Sicherheit nenne ich die Abwesenheit von Kummer, worin das glückliche Leben besteht." Vor allem das europäische 19. Jahrhundert erhält das Prädikat, dass in dieser Zeit das goldene Zeitalter der Sicherheit zusammenbricht, weil aufgrund sozialer Neuorientierung und technologischem Fortschritt ständig alles für möglich zu halten ist.  Sicherheit wandelt sich somit vom objektiven Zustand der Gefahrlosigkeit hin zu einer Technologie des Risikos - beginnend mit der Selbstsicherheit des einzelnen aber auch einer staatlichen Fürsorge bei unverschuldeter Not. Das Gefühl subjektiver Sicherheit hängt demzufolge vermehrt von der Beschaffenheit von Regeln ab. Sind diese bekannt und akzeptiert, so steigt die Gewissheit darüber, welche Konsequenzen welches Verhalten nach sich zieht.      

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